Was sind die „IGP-Studiengänge“?

Das Kürzel IGP steht für die Studiengänge der Instrumental- und Gesangspädagogik (Klavier, Gitarre, Gesang). Damit ist die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der einzige Ausbildungsort in Sachsen-Anhalt, an dem Studierende zu Musikschulpädagog*innen qualifiziert werden.

Um den besonderen Anforderungen des Berufsbildes gerecht zu werden, ist das Studium sowohl individuell-künstlerisch als auch didaktisch-pädagogisch aufgebaut. Nur durch die Entwicklung und Vertiefung der „handwerklichen“ Fähigkeiten werden Instrumental- und Gesangspädagogen ausgebildet, die ihre didaktischen und methodischen Kenntnisse in ernstzunehmenden und künstlerisch anspruchsvollen Unterricht umsetzen können.

Auch die MLU Halle beschreibt diese Verflechtung folgendermaßen:

Spezifisch für die Ausbildung am Institut für Musik, Abteilung Musikpädagogik / Künstlerische Praxis, ist die enge inhaltliche Verzahnung künstlerisch-pädagogischer und wissenschaftlicher Studienbereiche.

Im universitären wissenschaftlichen Umfeld werden die Studierenden auf ihre künftigen beruflichen Aufgaben als Musikausübende und Musikpädagogen vorbereitet, denen sie sich angesichts neuer Herausforderungen und einschneidender Veränderungen in den verschiedenen Berufsfeldern werden stellen müssen.

(vgl. http://www.musikpaed.uni-halle.de [Aufruf 11.01.2018])

Obwohl auch das Studium der Schulmusik (Lehramt) einige Schnittmengen zum IGP-Studium aufweist, handelt es sich um zwei verschiedene Berufszweige:

  • Lehramtsabsolvent*innen stehen vor der Herausforderung, Heranwachsenden die gesamte Bandbreite der musikalischen Bildung näherzubringen. Die Schüler*innen erhalten dadurch einen umfassenden Einblick in verschiedene Musikgenres, -epochen und -theoretische Hintergründe sowie auch meist eine grundlegende Ausbildung an Instrumenten.
  • Musikschullehrer*innen tragen durch ihre Tätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichskeitsentwicklung der Schüler*innen bei. Im Zuge des professionellen Instrumental- bzw. Gesangsunterrichts erweitern die Lernenden ihre emotionale Bandbreite und Ausdrucksmöglichkeit. Die positiven Auswirkungen des musikpraktischen Unterrichts sind wissenschaftlich gestützt.

Nur eine fundierte musikalische Ausbildung in der Schule einerseits und die individuell-künstlerische Ausbildung in den Musikschulen andererseits bilden die Basis für eine vielseitige und lebendige kulturelle Landschaft.